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Angestrebte Ergebnisse

 
Systemwissen: Erarbeitung von Wissen für sozial-ökologische Transformationsprozesse

Im Rahmen der Analyse wird zum einen eine historische und Status-quo Analyse des Zusammenhangs zwischen der Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsverhältnissen und der Entwicklung der Agrobiodiversität vorgenommen. Die Analyse der Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur, also der funktionalen Verkettung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Prozessen, wie sie sich am Beispiel der Agrobiodiversität idealtypisch analysieren lassen, sollen interdisziplinär, also aus rechtlicher, ökonomischer, Gender- und politikwissenschaftlicher sowie Züchtungssicht vorgenommen werden.
 
In diesem Sinne wird eine Untersuchung der informellen und formellen Institutionen und deren Wirkungszusammenhänge auf die landwirtschaftlicher Praxis und der Agrobiodiversität durchgeführt. Dazu sollen generelle Entwicklungen identifiziert und an konkreten Beispielen aus der Entwicklung der Züchtungspraxis spezifische Aussagen getroffen werden. Ziel ist es, Leitbilder, Institutionenentwicklung, Märkte und Handeln der Akteure zu identifizieren.

Die Durchsetzung der Veränderung der landwirtschaftliche Produktionsweise, der Wandel der Leitbilder und Institutionen und damit Veränderungen den rechtlichen (züchterischen) Rahmenbedingungen und den ökonomischen Anreizsystemen werden ausgeleuchtet und auf ihre Bestimmungsgründe überprüft (Macht, Interessen). Davon ausgehend werden im Rahmen der Status-quo Analyse die aktuellen rechtlichen, ökonomischen und politischen Bedingungen und Konflikte im Hinblick auf den Erhalt der Agrobiodiversität erfasst. Der Fokus liegt dabei auf dem Bereich Züchtung. Die Züchtung von Pflanzen und Tieren wird dabei als Basis einer Politik der Förderung der Biodiversität angesehen und als Innovationssystem des agro-industriellen Komplexes gesehen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass alternative Innovationsdesigns (Gentechnik) existieren, die Wirkungen auf die Agrobiodiversität haben und ggf. die Möglichkeiten der Förderung der Agrobiodiversität beschränken.

Anhand der Diskurs-, Akteurs- und Netzwerkanalyse sollen die konkreten Akteure und Netzwerke (Institutionen, Politik, Zivilgesellschaft, Vereine, rechtliche Regulierungen) identifiziert werden, die für die Erhaltung und Entwicklung der Agrobiodiversität von Bedeutung sind. Diese sollen in den Prozess folgenden Prozess der Forschungsvorhabens einbezogen werden.

Die verstärkte Berücksichtigung der Biodiversität muss ggf. auf breite Akteursgruppen bzw. Netzwerke zielen, um Wandlungsprozesse zu unterstützen. So ist bspw. festzustellen, dass die EU im Grundsatz die Möglichkeit bietet, Biodiversität verstärkt mit einzubeziehen, dass aber im Rahmen der Mehrebenenpolitik die Umsetzung dieser Ansätze auf der Bundesländerebene nicht oder nur sehr begrenzt gelingt. Insofern erscheint hier Handlungsbedarf zu existieren, was nicht zuletzt bedeutet, dass die schwachen Akteure in diesem Sinne zu stärken sind.

Angestrebte Ergebnisse:
  • Systemwissen, Zielwissen (Wissen über Bewertung) und Transformationswissen,
  • Institutionen- und Akteursanalyse des agro-industriellen Komplexes, (bspw. Hemmnisse und Chancen der Regulierung von Agrobiodiversität Genetic Resource Governance),
  • Identifikation der Bewertungen der Biodiversität aus Sicht der Akteure,
  • Beiträge zum Problem des Wissens / Nicht-Wissens und der Risiko- und Optionseinschätzung,
  • Beiträge zur Bewertung des Umgangs mit der Natur, u.a. Vorsorgeprinzip, Vorsorgendes Wirtschaften , Leitidee der Mitproduktivität der Natur,
  • Identifikation der harten und weichen Konflikte im Hinblick auf eine Politik der Unterstützung der Agrobiodiversität,
    Identifikation von fördernden Faktoren für eine Politik der Agrobiodiversität,
  • Beschreibung der Ausgestaltung der Verfügungsrechte und Bewertung, welche Regulierungen ggf. biodiversitätsfördernd wären.
  • Identifikation der Institutionen, handelnden Akteure (auf den versch. Ebenen), die für die Entwicklung des Feldes Agrobiodiversität von Bedeutung sind.