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Ökonomische Analyse

Die Modernisierung der Landwirtschaft hat zur einer Transformation des landwirtschaftlichen Produktionssektors im Sinne eines landwirtschaftlich-industriellen Systems geführt. Dieses beeinflusst alle Teilkomponenten dieses Systems im Sinne des Leitbildes industrieller Landwirtschaft. Mit dieser Transformation ist eng verbunden, dass die Regelsysteme im Sinne dieses Komplexes ausgestaltet werden und sich damit die betriebswirtschaftlichen Anreizsysteme diesem Regelwerk angepasst haben.

Dies gilt für alle Unternehmen (landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelproduzenten, Chemiei
ndustrie, Technikproduzenten), für die Entwicklung der Ausgestaltung von Politiken, der Infrastrukturen von Forschung, der Beratung und der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmen der Züchtung (Saatgut, Tierzucht) können in diesem Zusammenhang als ein Innovationssystem der landwirtschaftlichen Produktion verstanden werden und sind dementsprechend eng in das landwirtschaftlich-industrielle System und dessen Entwicklungslogiken eingebunden, d.h. die Veränderung der Innovationsprozesse (bzw. deren Kriterien) ist auf den Response der nachgelagerten Bereiche angewiesen.

Die sozial-ökologische Transformation dieses Systems erweist sich vor diesem Hintergrund als hoc
hgradig problematisch, da die Einbettung der Regelwerke nicht mehr allein in einem Land stattfinden, sondern sich tendenziell weltweit vollzogen haben. U.a. haben sich die betriebswirtschaftlichen Logiken der Gesamtentwicklung des Komplexes angepasst, es existieren eine Vielzahl von vested interests, die vermutlich allein in einer mittleren bis langen Frist überwindbar sind. Strategieansätze wie sie hier auf der marktlichen Ebene angestrebt werden, werden z.B. in der Innovationsliteratur als strategisches Nischenmanagement bezeichnet (Kemp 2001).

Die Nebenwirkungen des Komplexes im Emissionsbereich sind zumindest z.T. durch eine Hoc
htechnisierung zu mindern, die strukturellen Wirkungen (Biodiversität) dürften hingegen dadurch nicht in den Griff zu bekommen sein, da diese letztlich von den Produktionsstrukturen abhängen. Agrobiodiversität ist vorrangig durch eine Vielfalt der Produktionsmethoden erhaltbar. Die entscheidenden Anreize dazu sind über den Markt herstellbar bzw. durch eine veränderte Ausgestaltung der politische gesetzten Anreizsysteme.